Mitbestimmung bei der Einführung einer integrierten EDV – ein Feld für Organisationsentwicklung? (1997)

gemeinsam mit Bernd Zimmermann; in: Organisationsentwicklung 3/97, S. 32-49

Bei der Einführung einer integrierten Standard-Business-EDV wie SAP haben Betriebs- und Personalräte ein Mitbestimmungsrecht, dass angesichts der Komplexität sowohl des Systems als auch der zu regelnden Mitbestimmungsbereiche kaum mehr sinnvoll und praktikabel ausgeübt werden kann. Insbesondere kann die ängstliche, enge „Zurichtung“ des Systems durch die Interessenvertretung das System derart entstellen, das unverhältnismäßig hohe Aufwände entstehen bzw. das Arbeitsmittel EDV kontraproduktiv – auch im Sinne der Beschäftigten – zugeschnitten wird. Zudem ist das Mitbestimmungsrecht so angelegt, das die stärkste Form der Mitsprachemöglichkeit für die Interessenvertretung vor dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme liegt, was für die umfassende Betrachtung der Auswirkungen einer SAP-Einführung zu kurz greift.
In diesem Artikel soll die Problemlage, die sich bei der Mitbestimmung zu SAP ergibt näher beleuchtet werden und eine erweiterte, umfassende prozessurale Vorgehensweise vorgestellt und erste Erfahrungen mit diesem Prozess geschildert.

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Beratung Knut Hüneke