in: Computer Fachwissen 7-8/2002, S.30-34
Die mit der Einführung von E-Business-Systemen verbundene neue Technik bringt es mit sich, dass auch Teamarbeit nicht mehr zwingend im engen persönlichen Kontakt stattfindet, sondern oft vermittelt über Medien wie Telefon, Videokonferenzen und – vor allem anderen – das Internet. Teams, die diese Kooperation auf Distanz betreiben, werden auch „virtuelle Teams“ genannt und haben ihre höchst spezielle Problematik. Das sind zum Teil die ganz normalen Probleme jeder Teamarbeit, wie zum Beispiel die Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel, die sich aber unter den besonderen Bedingungen einer Zusammenarbeit auf Distanz erheblich schwerer lösen lassen, als im in Vis-á-vis-Kontakt. Außerdem gibt es aber natürlich eine Reihe höchst spezieller Probleme, wie zum Beispiel die „asynchrone“, das heißt zeitversetzte Arbeit oder die Zugehörigkeit einzelner Teammitglieder zu verschiedenen Kultur- und Sprachräumen. So stellt sich gleich eine ganze Reihe von Fragen: Welche Software unterstützt virtuelle Teamarbeit am besten? Welche Routinen und Spielregeln sollen etabliert werden? Wie sind E-Mail- oder Video-Kommunikation und Dateiablage zu organisieren? Und so weiter, und so fort. Auch gewohnte Fragen wie etwa die nach der nötigen Qualifikation stellen sich bei Teamarbeit auf Distanz neu und schärfer – insbesondere, wenn auch die Schulung sozialer Kompetenzen einbezogen ist.